Der Kölner Kaufmann, Hans Wallpott erwarb 1965,
Teile des heutigen Eifel-Zoo Geländes, welche früher zur Fischzucht dienten.
Durch seine Naturverbundenheit und durch den neu gewonnenen Platz,
hielt er sich bald Hunde, Esel und ein Wildschwein.
Er baute Ihnen Gehege, erschloss Wege und beforstete das bis dahin
kahle Grundstück.
Bald sprach es sich herum, das man bei „Wallpott´s“ was zu sehen bekommt.
Es folgten weitere Gehege und die Haltung von einheimischen Wildtierarten.
„Kölner Entwicklungshilfe“ für die Strukturschwache Westeifel - so lautete
eine Überschrift in der Kölnischen Rundschau vom 26. Juni 1972.
Soeben hatte der Tierpark Neubierbach
(so die frühere Bezeichnung für den Eifel-Zoo)
seine Pforten für die Öffentlichkeit aufgetan.
Am 25. Juni 1972 öffnete Regierungspräsident Konrad Schubach
und weitere Repräsentanten des öffentlichen Lebens,
das große schmiede Eiserne Tor der Zooanlage.
Pastor Schlich erbat Gottes Segen für Mensch und Tiere so wie
„ für das großartige Werk, das zeige, zu welchen Leistungen ein Mann fähig ist,
der von jeher eng mit der Natur verbunden und bereit sei,
sein Werk zur Erbauung der Mitmenschen freizugeben“.
Welch ein Tag für das Prümer Land und die gesamte Region!
Für Hans Wallpott erfüllte sich ein Lebenstraum.
In wenigen Jahren (1969 bis 1972) war es ihm gelungen, das landschaftlich
reizvolle Seitental der zu einem einmaligen Anziehungspunkt zu machen.
Dabei hatte alles so bescheiden begonnen:
Tierhobby durch die Haltung von Kleintieren in der Kölner Wohnung,
Jagdinteresse in der Eifel, Forellenteiche im Bierbachtal,
Idee der Zoogründung, Eröffnung, Erweiterung...
Auf den Inseln des ehemaligen Fischweiher tummeln sich von Beginn an
seltenes Ziergeflügel, im eigentlichen Zoo grasen Wisente, Yaks, Alpakas,
Gnus, Lamas, Kamele und weitere 100 Tierarten.
Ein Gefühl von Geborgenheit umgibt die Tiere in diese naturnahen
und idyllischen Anlage.
Und dann das Freigehege mit Hirschen und einem zauberhaften Blick
vom Höhberg auf das gesamte Areal im Talgrund der Bier.
„Beharrliche Aufbauarbeit und den festen Willen zum Erfolg
aus Liebe zur Natur und den Tieren!“
bescheinigte zum 10jähriegen Jubiläum des Zoos Landrat Gasper.
Mittlerweile hat der Zoo bis zum Jahre 1978
von 90 auf 120 Morgen (30 Hektar) erweitert.
Erhaltung und Verbesserungen erforderten bis hier hin weitere Investitionen
und enormen Arbeitseinsatz.
Mehr und mehr erkannte man auch die Wichtigkeit dieser Einrichtung
für die damals strukturschwache Region.
70.000 Besucher pro Jahr dokumentierten die Anziehungskraft
des Eifel-Zoos, die Zahl der Gäste wuchs kontinuierlich.
Millionen Zuschauer erlebten im Prümer „Telezirkus“
den Auftritt des Eifel-Zoo Teams, Fernsehsendungen
wie z.B. „Glaskasten“, welche Events aus dem Zoo live ausstrahlten,
hatten die wertvolle Location für sich entdeckt.
Immer wieder war Hans Wallpott bei sämtlichen Kanälen (RTL, ARD, WDR),
und diversen Tiersendungen als Ratgeber, eingeladen.
Im Jahre 1985 geriet der Eifel-Zoo erneut in die (positiven) Schlagzeilen,
als nach einjähriger Bauzeit Löwen und Tiger ihre neuen Gehege bezogen.
Für weitere Überraschungen sorgten immer wieder auch die „Hauptdarsteller“-
die Tiere.
Mit diversen Nachzuchten, von teilweise bedrohten Tierarten,
machte sich der Eifel-Zoo in der Riege der Großen,
wissenschaftlich geführten Zoologischen Gärten einen positiven Namen
und der Zusammenarbeit stand nichts mehr im Wege.
Weitere Maßnahmen im Hinblick auf Erlebnisfreude
folgten zum 20 Jährigen Jubiläum 1992.
Ein ehrgeiziges Ziel verfolgte Hans Wallpott in den Anfang der Neunziger Jahren.
In mühevoller Kleinarbeit und mit beharrlichem Arbeitswillen,
restaurierte er eine ehemalige Feldbahn. Parallel zur Restauration
und den technischen Arbeiten, entstand draußen in der Tallandschaft der Bier,
innerhalb des Zoos, die Trasse der Eifel-Zoo Bahn.
Seit der Eröffnung der Trasse 1992, fügt sie sich harmonisch in das Areal ein
und fährt die Besucher beschaulich durch das Wildfreigehege.
Weitere „Beweisstücke“ für die Aus- und Aufbauzeit im Zoo sind die Schaffung
geschmackvoller Pflanzenanlagen, verträumter Winkel und Erholungszonen,
wie das rustikal gemütliche Rasthaus.
Durch Sendungen wie z.B: „Wildes Kinderzimmer“, „Sat1 Frühstücksfernsehen“,
und weitere, macht der Eifel-Zoo immer wieder auf sich aufmerksam
und zieht Besucher an.